Interview mit Jürgen Popig und Holger Schultze

Nachspielen ist ein Qualitätsmaßstab

In der Früh hatte der Heidelberger Intendant Holger Schultze noch Ausschuss-Sitzung beim Deutschen Bühnenverein. Am Nachmittag sind er und sein Chefdramaturg Jürgen Popig zum Interview in den Berliner Wedding gekommen. Ihr besonderes Interesse gilt bereits seit der Zeit am Theater Osnabrück der Gegenwartsdramatik. Jetzt wird unter ihrer Leitung erstmals der Heidelberger Stückemarkt stattfinden. Tonband an. Das Gespräch führten Wolfgang Behrens, Simone Kaempf und Georg Kasch.

nachtkritik.de: Sie haben in Osnabrück bereits drei Festivals zur zeitgenössischen Dramatik betreut. Hat sich die Lage der Gegenwartsdramatik in den letzten Jahren verändert?

Jürgen Popig: Dazu gibt es beim Stückemarkt mehrere Podiumsdiskussionen. Aber für den Anfang ist das eine schwere Frage.

Holger Schultze: Wenn man weiter ausholt, lautet die Antwort: ja. Vor fünfzehn Jahren ging ein lauter Ruf durchs Land: Man braucht mehr Uraufführungen. Dafür wurde ungeheuer gekämpft. Mittlerweile heißt es dagegen: Man kann doch nicht jedes Stück uraufführen. Da sehe ich schon eine Entwicklung. Die Theater reagieren, wie ich finde, sehr klug, und achten mehr auf die Qualität.

nachtkritik.de: Geht mit dieser besseren Qualität einher, dass jetzt mehr Stücke nachgespielt und zweitinszeniert werden?

Holger Schultze: Das funktioniert noch immer nicht so, wie wir alle es uns wünschen. Es gibt natürlich immer noch sehr viele Uraufführungen. Was das Nachspielen betrifft, werden einige Stücke nicht nur einmal, sondern zwanzig Mal gespielt wie etwa jüngst Roland Schimmelpfennigs "Der goldene Drache". Schaut man jenseits solcher Saison-Renner, erhält ein Stück immer noch recht selten eine zweite Chance.

Jürgen Popig: Mit dem "Spieltriebe 2"-Festival in Osnabrück haben wir es jedoch geschafft, das Thema Zweitaufführung ins Zentrum zu rücken. Es haben sich ja alle regelrecht darauf gestürzt. Nach wie vor halte ich das Nachspielen für eine ganz wichtige Säule der Autorenförderung, und es könnte noch mehr passieren. In Osnabrück hatten wir ja wunderbarerweise eine Spielstätte, wo zeitgenössisches Theater hervorragend lief und man ein Stück von Dirk Laucke oder Rebekka Kricheldorf dreißig mal spielen konnte.

nachtkritik.de: Gibt es ein Instrument, das die Theater zum Nachspielen bewegen könnte? 

Holger Schultze: Nun sind wir nicht die Retter des deutschen Theaters. Aber unsere Hoffnung ist schon, dass wir mit dem Schwerpunkt beim Stückemarkt etwas bewirken. Wenn man sich überlegt, dass man mit einer Zweitaufführung sowohl zum Stückemarkt als auch ins Rahmenprogramm der Mülheimer "Stücke" eingeladen werden kann und das Argument sonst lautet, dass nur Uraufführungen Aufmerksamkeit erregen, dann lässt sich jetzt mit einer Zweitaufführung de facto mehr Aufmerksamkeit erzielen. Setzt sich dieser Qualitätsmaßstab durch, könnten Zweitaufführungen auch für kleine und mittlere Bühnen attraktiver werden. schultze popigHolger Schultze und Jürgen Popig
© Philipp Ottendörfer

Jürgen Popig: Es ist jedenfalls neu beim Heidelberger Stückemarkt, dass es eine eigene Reihe gibt mit nachgespielten Stücken.

nachtkritik.de: Aber quantitativ sind die Zweitaufführungen auch bei Ihnen im Programm geringer vertreten als die Uraufführungen.

Holger Schultze: Wir wollen drei Stücke zeigen. Das ist nicht nur Konzept, sondern hängt auch mit der Programmgestaltung, dem Budget zusammen. Vorrangig geht es um Qualität. Es ist immer wieder verblüffend, dass gute Stücke auf der Strecke bleiben, was man einfach nicht nachvollziehen kann. Aber ich bin mir sicher, dass noch mehr passieren wird. Kontinuität braucht Geduld. Die Autoren werden nach wie vor gehypt, und wenn sie gehypt sind, dann müssen sie eine Uraufführung nach der anderen produzieren.

Jürgen Popig: Dieser Umstand hat übrigens auch den Stückemarkt verändert. Was Du sagst, hatte zur Folge, dass die Qualität der eingereichten Stücke zurückgegangen ist. Vor zwei Jahren konnte keines der Stücke die Jury mehrheitlich befriedigen. Aus diesem Grund haben wir nun die Uraufführungsklausel rausgenommen, heißt, die Uraufführung darf schon vergeben sein, und sofort gingen doppelt so viele Vorschläge zum Stückewettbewerb ein. Dass sich das Heidelberger Theater früher das Recht der Uraufführung nahm, hatte auch seine Berechtigung und war ein Anreiz. Ich war einige Jahre in der Jury des Grabbe-Preises, wo es drei- oder viermal so war, dass der Preisträger nie gespielt wurde. Wenn ein Grabbe-Preisträger eine Uraufführung gekriegt hat, war man richtig froh. Das hat sich sehr verändert. Wenn man heute einen Preis kriegt, stürzen sich die Theater auf einen. 

nachtkritik.de: Vor zwei Jahren wurde keines der Stück von der Jury als herausragend beurteilt. Wird immer noch zu sehr in die Breite gefördert, wie der konkrete Vorwurf vor zwei Jahren lautete?

Holger Schultze: Ich würde das nicht so pauschal sagen. Wir haben eher das Gefühl, dass erstaunlich viele spannende Stücke in der Auswahl sind.

Jürgen Popig: Ja, wir haben sieben Texte ausgesucht, aber unter den Einreichungen war noch mehr Bemerkenswertes dabei.

nachtkritik.de: Kann man bei den eingereichten Stücken eine Tendenz ausmachen? Was fiel auf?

Jürgen Popig: Autoren verstehen sich wieder verstärkt als politisch oder behandeln solche Themen. Das war ja eine Zeit lang eher out, man widmete sich dem privaten Raum. Und zum anderen fällt auf, dass es auch eine neue Suchbewegung gibt. Die Theaterdichtung versucht, mit neuen Formen zu neuen Ansätzen zu kommen. Wir haben dazu Wolfram Höll mit einem Text ausgesucht, der übrigens auch zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens eingeladen wurde. Höll stellt darin noch einmal grundsätzlich in Frage: Was ist überhaupt ein Theaterstück?

nachtkritik.de: Gibt es eher einen stärkeren inhaltlichen Zugriff auf die Stücke oder einen ganz neuen ästhetisch-literarischen Zugriff?

Jürgen Popig: Es gibt beides. Ich habe jedenfalls keine entschiedene neue Richtung gesehen. Es gibt nach wie vor eine große Vielfalt. Der politische Aspekt fällt wirklich auf und der ist spannend.

nachtkritik.de: Sie haben sich eine engere Zusammenarbeit mit den Verlagen auf die Fahnen geschrieben, auch dahingehend, dass es keine Selbsteinreichungen beim Autorenwettbewerb geben darf, sondern dass man vorgeschlagen sein muss.

Holger Schultze: Das ist keine neue Klausel, das war schon vorher so. Wir haben uns bei einem Vorgespräch ganz bewusst mit den Verlagen zusammengesetzt. Ursprünglich haben die Verlage den Heidelberger Stückemarkt mitbegründet und waren intensiv beteiligt, das wurde dann allerdings weniger. Wir haben jetzt die Verlage gebeten, sowohl die Stücke für den Autorenwettbewerb als auch die Zweitaufführungen vorzuschlagen. Dann wollen wir versuchen, dass die Verlage die Lesungen der Stücke auch mitmoderieren und vorstellen. Ich finde es wichtig, dass die Verleger mit im Boot sind, denn die Gefahr all dieser Stückemärkte ist ja, dass sie irgendwann zu sportiv werden, und uns geht es darum, Kontinuität reinzukriegen.

nachtkritik.de: Bei Zweitaufführungen wurden Inszenierungen eingeladen, die für eine beispielhafte Zusammenarbeit zwischen Verlagen, Autor und Regisseur stehen. Bei Uraufführungen ist das naheliegend. Wie sieht diese optimale gute Zusammenarbeit bei Zweitaufführungen aus?

Jürgen Popig: Von Fall zu Fall völlig verschieden. Bei Der große Marsch war die Uraufführung in Saarbrücken wohl sehr opulent. Die Baseler Inszenierung ist interessant, weil sie alles reduziert, mit nur vier Schauspielern arbeitet, den Text als Behauptung hinstellt. Das ist eine ganz andere Möglichkeit mit dem Text umzugehen, und der Autor hat es wohl auch so gesehen. Ein Beispiel für eine Zweitaufführung, die nochmal einen ganz anderen Blick eröffnet.

Holger Schultze: Wenn eine Uraufführung zu gut ist, spielt sie keiner nach, weil sie schon so toll war. Wenn sie zu schlecht ist, spielt sie keiner nach, weil sie zu schlecht war. Das ist auch eine Realität. Was ist eine gute Zusammenarbeit? Letztlich auch, wenn die Arbeit eines Theater eine andere ästhetische Sicht gewinnt.

nachtkritik.de: Ist die Rolle der Verlage in den letzten Jahren nicht ohnehin geschwächt, weil es die Hausautoren- und Stückauftrags-Verbindungen gibt, bei denen der Verlag oft umgangen wird?

Holger Schultze: Das müssten die Verleger beantworten. Ich würde das aber überhaupt nicht so sehen. Ein Verlag hat ja immer noch die Aufgabe, mit den Autoren im Dialog zu sein, sie zu begleiten und zu redigieren, nicht nur die Stücke abzusetzen, sondern sich um die Autorenförderung zu kümmern und diese Aufgabe nehmen die Verlage auch kontinuierlich wahr.

nachtkritik.de: Vor zwei Jahren waren es die Battle-Autoren, die sich für zeitgenössisches Theater eingesetzt haben, und zwar nicht nur für starke Texte, sondern auch für eine stärkere Verbindung von Autor und Theater. Würde sich mehr ändern, wenn es mehr solcher Autoren-Initiativen geben würde?

Holger Schultze: Man muss differenzieren. Es gibt hundert seriöse und unseriösere Varianten der Hausautorenschaft, je nachdem, wie man sie definiert. Was macht denn der Hausautor wirklich? Ist er unter dem Druck, schreiben zu müssen? Oder bekommt er den Raum zu schreiben? Muss er lauter Vorträge halten, weil man nun mal den berühmten Autor da hat? Und doch ist es sinnvoll ist, sich auf das Abenteuer Hausautor einzulassen. Oder eine Kontinuität mit einem Autor zu erreichen und über Jahre mit ihm zu arbeiten. Die Autoren kennen dann das Theater und kennen auch die Schauspieler. Bei Dirk Laucke kann man schon richtig sagen, für wen er schreibt. Da findet ein intensiver Dialog statt.

nachtkritik.de: Es gibt aber auch die Stimmen, die die Schreiber lieber ganz aus dem Theater raushalten wollen.

Holger Schultze: Vollkommen unrealistisch im heutigen Kulturbetrieb. Die Autoren sind da, die Autoren sind bei den Premieren dabei, und es ist gut, wenn sie die Theater von innen kennen. Es gibt nicht mehr den Dichter, der im stillen Kämmerlein schreibt, wie es vor zwanzig Jahren tatsächlich der Fall war. Damals bekam man Stücke zugeschickt, und dann wählte man eines aus. Heute kennt man die Autoren, vergibt Auftragsarbeiten, und im Probenprozess kann die Auseinandersetzung mit dem Autor sehr hilfreich sein. Auch, weil sich die Art und Weise, Theater zu produzieren und Theater entstehen zu lassen, verändert hat.

nachtkritik.de: Wenn die Autoren sehr stark ins Theaterleben eingebunden sind, nehmen sie weniger von der Welt war, so wird häufig argumentiert.

Jürgen Popig: Wenn einem Autor der Kontakt zum Theateralltagsleben nicht bekommt, merkt er’s hoffentlich und zieht sich zurück. Ich sehe es bei den wenigsten Autoren, dass sie weniger von der Welt mitbekommen, wenn sie am künstlerischen Inszenierungsprozess beteiligt sind.

nachtkritik.de: Warum ist das Interesse an ausländischer Dramatik immer noch vergleichsweise gering?

Holger Schultze: Das hängt sicher mit der Art der Schreibweisen zusammen. Das Ausland ist im Moment vor allem spannend, wenn es um andere Produktionsmodelle geht. Aber denkt man an England oder auch einige osteuropäische Länder, ist man dort noch an konventionelleren Schreibweisen verhaftet.

nachtkritik.de: Ägypten ist Schwerpunktland beim Stückemarkt. Was interessiert Sie daran?

Jürgen Popig: Wir haben monatelang in den Nachrichten verfolgt, was in diesem Land los ist. Und natürlich ist interessant, wie Theater in so einer Aufbruchbewegung reagiert und unterschiedliche Haltungen einnimmt. Es gibt ägyptische Autoren, die sich stark einmischen und die Revolution zum Thema ihrer Arbeit machen und andere, die eher eine kritische Distanz behalten. Als Gastspiele sind zwei dokumentarische, politische Aufführungen eingeladen, die mit O-Tönen und mit dokumentarischem Material arbeiten. "No Time for Art 0&1" reagiert tagesaktuell auf neue Ereignisse, es gibt aber auch ein konventionell gebautes Stück über eine junge Frau in Kairo, die die Revolution erlebt.

nachtkritik.de: Gibt es in Ägypten überhaupt so etwas wie eine dramatische Tradition?

Holger Schultze: Die gibt es. Aber das ägyptische Theatersystem ist nicht das deutsche Theatersystem. Es entsteht viel im work in progress, was an der Theaterstruktur und den anderen Produktionsbedingungen liegt.

Jürgen Popig: Einer der Gründe, weshalb wir auf Ägypten gekommen sind, war, dass dort auch deutsche Theaterstücke gespielt werden. Die Mutiny Group haben wir eingeladen mit einer dokumentarischen Performance und ihrer Inszenierung von Anne Habermehls "Letztes Territorium", das noch mal einen anderen Blick auf den deutschen Theatertext eröffnet.

nachtkritik.de: Wenn man auf die eingeladenen Jugendstücke blickt, fällt auf, dass zwei der Inszenierungen an Jugendtheatersparten entstanden sind und teilweise auch entwickelt wurden. Kommen von dort gerade Erneuerungstendenzen für das Jugendtheater?

Holger Schultze: Ja, und wie. Im Moment ist man an vielen Orten dabei, interdisziplinär zu arbeiten. In Düsseldorf spielen jetzt alle Schauspieler auch Kinder- und Jugendtheater mit dem Ziel, die Sparte qualitativ aufzuwerten und nicht mehr nur als Rand des Theaters zu begreifen. Das gleiche passiert im Augenblick bei der jungen Oper. In Mannheim ist das ein Thema, wo man versucht, Musiker und Sänger aus dem Ensemble für bestimmte Kinder- und Jugendtheaterprojekte zu gewinnen.

nachtkritik.de: Ist Interdisziplinarität auch ein Mittel und Weg, um von den chronologischen Erzählungen wegzukommen, die ja lange Zeit beherrschend waren im Kinder- und Jugendtheater?

Holger Schultze: Das Theater neigt dazu, sich zu überpädagogisieren. In der Selbstdarstellung ist man eine Bildungseinrichtung. Und das Kinder- und Jugendtheater stellt sich gerade dieser Diskussion: Geht es nicht auch um die Kunst an sich, kann Theaterkunst nicht auch zweckfrei sein? Oder ist das Ziel die Pädagogisierung der armen jungen Menschen, die vielleicht auch einfach mal Spaß haben dürfen. Im Schauspiel gibt es mitterweile Theater für Dreijährige. Die Musiktheaterforschung argumentiert neuerdings damit, dass Kinder andere Hörfrequenzen als Erwachsene haben und man versucht, extreme Themen wahrzunehmen, was es ja im Schauspiel gibt, Homosexualität oder Ritzen. Da herrscht viel Wandel und Aufbruch, sowohl in der Themenwahl als auch in Erzählweisen.

nachtkritik.de: Was bleibt trotzdem dringlich?

Holger Schultze: Dringlich bleibt die Ausbildung. Im Musiktheater gibt es kaum Pädagogen, die Stelle wird bis heute nicht gelehrt. Auf der anderen Seite fehlen Komponisten und gute Kinderopern. Wenn wir über Kinderopern reden, müssen wir sie irgendwann auch mal haben. Und der Tanz steckt noch in den Kinderschuhen. Wichtig, um die Qualität zu steigern, ist es auch, gute Schauspieler und Autoren aus dem Erwachsenentheater – diese Trennung gibt es ja immer noch –, zum Schreiben zu bewegen und dadurch Verschiebungen und andere Qualitäten zu bewirken.

nachtkritik.de: Trotzdem bleiben Wahrnehmungsgrenzen. Die Stücke, die in der Kategorie Jugendtheater laufen, gelten als Jugendtheater. Wäre ein Finalziel, dass auch Jugendstücke im Autorenwettbewerb laufen?

Jürgen Popig: Das ist auch so. Wir haben in die Ausschreibung des Autorenwettbewerbs hineingeschrieben, dass wir es ausdrücklich begrüßen, wenn auch Kinder und Jugendstücke eingereicht werden. Und wir haben auch ein Kinder- und ein Jugendstück dabei. [önf] ist ein Stück für kleine Kinder, um die Zahlen kennenzulernen. Stuttgart.Teheran.Dialog behandelt den kulturellen Unterschied zwischen den beiden Städten.

nachtkritk.de: Wie lässt sich die Neuausrichtung des Stückemarkts auf den Punkt bringen?

Holger Schultze: Das haben wir schon sehr klar gesagt, dass wir durch die Akzente, die wir setzen – Einbeziehung der Verlage, Verzicht auf Uraufführungen, Zweitaufführungen, Kooperationen mit den Mülheimer Theatertagen – natürlich versuchen, eine größere Kontinuität in die Autorenförderung zu bekommen und darauf aufmerksam zu machen.

Jürgen Popig: Das Festival mehr als ein Stückefestival zu sehen. Deswegen haben wir dem Autorenwettbewerb die Inszenierungen wieder weggenommen. In den letzten Jahren war der Autorenwettbewerb immer verbunden mit einem Regiewettbewerb. Ich fand, das stand sich immer ein wenig gegenseitig im Weg.

Holger Schultze: Den Innovationspreis haben wir auch abgeschafft beziehungsweise in den Jugendpreis umgewandelt. Das ist auch Programm. Innovationsanspruch – ich weiß immer weniger, was das eigentlich ist. Noch höher, noch weiter, schneller und innovativer ist irgendwann eine Absurdität in sich. Lebendig wird sich die zeitgenössische Dramatik präsentieren. Aber lebendig ist sie hoffentlich immer.

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  • Michael  - überpädagogisieren..?
    Holger Schultze kritisiert Theater für ihr überpädagogisieren...

    Was hat er denn selbst in Osnabrück mit seinem Modell des "Theaterzwangs" gemacht, von welchem er auch immerzu selbst stolz berichtet?

    Was für eine Wortschöpfung.

    Trauriges Deutschland - seine Theatertexte Managerköpfen zu überlassen...