ulf-schmidt vitaUlf Schmidt © Jo BacherlDer Marienthaler Dachs

Ulf Schmidt, geboren 1966 in Braunschweig, studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft in München, Paris und Frankfurt am Main. Er promovierte über Platons "Schauspiel der Ideen". Anschließend arbeitete er in Digitalagenturen. Seit 2009 bloggt er regelmäßig auf www.postdramatiker.de über Arbeit und Medien, Gesellschaftliches, Politisches, Postdramatisches und Theater.

Zum Inhalt

Marienthal – ein Dorf, dem gänzlich die Arbeit ausgegangen ist. Was bleibt zu tun, wenn es nichts zu tun gibt? Man setzt seine Hoffnung auf das Dorforakel: einen Dachs, den niemand gesehen hat, dessen Prophezeiungen aber vom Dorfmedium interpretiert und den Bewohnern erklärt werden. Man sucht Schuldige: Für die Lebenssituation. Für den bevorstehenden Bruch der nahegelegenen Talsperre. Für das plötzliche Verschwinden des Dachs-Orakels. Man hofft und wartet und wartet. Und reibt sich aneinander auf, bis die Talsperre bricht. Ulf Schmidts "Der Marienthaler Dachs" bezieht sich auf ein epochales Werk der empirischen Sozialforschung: "Die Arbeitslosen von Marienthal" aus dem Jahr 1933. In Schmidts Versuchsanordnung treffen die Figuren an unterschiedlichen Orten im Dorf Marienthal aufeinander. "Für die Zuschauer gibt es keine festen Plätze, sie müssen sich zwischen den Orten nach eigenem Gutdünken bewegen." Auf humorvolle Art und Weise entwirft Ulf Schmidt auf einer 20 Meter langen Papierrolle ein Paralleluniversum.

 

Zum Text – das Stückporträt

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