Auszüge aus zwei Podiumsdiskussionen über das mexikanische Theater beim Heidelberger Stückemarkt

Mexikos Exportartikel

von Matthias Weigel

Heidelberg, 4. Mai 2015. Zwei Podiumsdiskussionen über die mexikanische Theaterlandschaft, in denen viel die Rede war von der inneren Zerrissenheit des Landes, der schwierigen Aufgabe der Kunst dagegenzuhalten, aber auch dem sehr experimentellen Charakter des Theaters. Im ersten Gespräch diskutierten Mexiko-Scout Ilona Goyeneche und der Theatermacher Alberto Villarreal. In der zweiten Diskussionsrunde saßen Sonja Winkel (Dramaturgin), Franzsiska Muche (Übersetzerin), Jorge Vargas, Ángel Hernández, Juan Carrillo, Jan Deck (freier Dramaturg), André Leipold (Zentrum für politische Schönheit) zusammen.

 Gespraech Stuema1 250 AnnemoneTaake uGespräch mit Ilona Goyeneche und Alberto
Villarreal © Annemone Taake
Zitate aus den Podiumsgesprächen mit mexikanischen und deutschen Theatermachern:

"Mexiko ist ein Land der Theatralität. Ob Feiern, Familienzusammenkünfte oder religiösen Feste: viele Lebensbereiche sind in Mexiko stark theatralisiert."
(Alberto Villarreal, Autor/Regisseur/Theaterleiter)
„Die politische Dimension des Theaters in Mexiko liegt vor allem in der Suche nach neuen Formen, neuen Spielorten, neuen Strukturen."
(Jorge Vargas, Regisseur „Amarillo")

 

„Mexiko ist gleichzeitig ein prämodernes, postmordernes, antimodernes sowie modernes Land."
(Alberto Villarreal)

„Das Theater der indigenen Bevölkerung thematisiert nicht nur die Probleme im Zusammenleben, sondern kann auch unsere westlichen Werte grundlegender hinterfragen."
(Alberto Villarreal)

„Wir sind nicht dazu hier, unseren Schmerz und unser Leiden aus Mexiko in die Welt zu exportieren."
(Ángel Hernández, Autor „Padre fragmentado dentro de una bolsa")

„Im mexikanischen Theater kann eine neue Art von Ehrlichkeit und Solidarität gelebt werden, da es nicht Teil der staatlichen Institutionen ist."
(Alberto Villarreal)

 

Stuueckemarkt Diskussion1 700 uGroße Diskussionsrunde zum Verhältnis Politik und Theater © mw

 

„Es geht bei uns Theatermachern nicht um eine Konkurrenz, wer besser ist und wer mehr Geld bekommt. Es geht bei uns ums Überleben, und zwar das Überleben mit Würde."
(Ángel Hernández)

„Besonders in Mexiko City sucht das Theater immer wieder nach neuen Spielorten, wie Privatwohnungen oder Garagen. Das hat einerseits pragmatische Gründe wie Platzmangel, ist andererseits aber auch eine ästhetische Suche nach neuen Formen."
(Alberto Villarreal)

„Theater muss nicht immer seinen Schutzraum verlassen und mit Aktionen eingreifen. Aber es muss seinen Schutzraum gut nutzen."
(André Leipold, Zentrum für politische Schönheit)

 

 

Gespräche über die mexikanische Theaterlandschaft

Zitate aus Podiumsgesprächen mit mexikanischen und deutschen Theatermachern:

„Mexiko ist ein Land der Theatralität. Ob Feiern, Familienzusammenkünfte oder religiösen Feste: viele Lebensbereiche sind in Mexiko stark theatralisiert.“
(Alberto Villarreal, Autor/Regisseur/Theaterleiter) 

„Die politische Dimension des Theaters in Mexiko liegt vor allem in der Suche nach neuen Formen, neuen Spielorten, neuen Strukturen.“ 
(Jorge Vargas, Regisseur „Amarillo“)

„Mexiko ist gleichzeitig ein prämodernes, postmordernes, antimodernes sowie modernes Land.“
(Alberto Villarreal) 

„Das Theater der indigenen Bevölkerung thematisiert nicht nur die Probleme im Zusammenleben, sondern kann auch unsere westlichen Werte grundlegender hinterfragen."  

(Alberto Villarreal)

„Wir sind nicht dazu hier, unseren Schmerz und unser Leiden aus Mexiko in die Welt zu exportieren.“
(Ángel Hernández)


„Im mexikanischen Theater kann eine neue Art von Ehrlichkeit und Solidarität gelebt werden, da es nicht Teil der staatlichen Institutionen ist.“
(Alberto Villarreal)


„Es geht bei uns Theatermachern nicht um eine Konkurrenz, wer besser ist und wer mehr Geld bekommt. Es geht bei uns ums Überleben, und zwar das Überleben mit Würde.“
(Ángel Hernández, Autor „Padre fragmentado dentro de una bolsa“)

„Besonders in Mexiko City sucht sich das Theater immer wieder nach neuen Spielorten, wie Privatwohnungen oder Garagen. Das hat einerseits pragmatische Gründe wie Platzmangel, ist andererseits aber auch eine ästhetische Suche nach neuen Formen.“
(Alberto Villarreal)

„Theater muss nicht immer seinen Schutzraum verlassen und mit Aktionen eingreifen. Aber es muss seinen Schutzraum gut nutzen.“
(André Leipold, Zentrum für politische Schönheit)

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