Jugendstücke

Alles über den JugendStückePreis beim Heidelberger Stückemarkt

April 2018. Zum siebten Mal gibt es beim Heidelberger Stückemarkt einen eigenen Wettbewerb für herausragende Produktionen des Jugendtheaters. nachtkritik.de-Redakteurin Sophie Diesselhorst hat sich die Stücke angeschaut

Das beste Stück wird im nächsten Jahr bei den Mülheimer Theatertagen gezeigt – im Austausch mit dem Gewinner des Mülheimer Kinderstückpreises 2017, das nun in Heidelberg zu sehen ist: Tina Müllers Dickhäuter vom Theater Fallalpha Zürich in der Regie von Brigitta Soraperra. Das Gastspiel sah Georg Kasch.

Die Jury für die Jugendstücke besteht aus den Juroren des Autorenwettbewerbs und Jugendlichen ab 14 Jahren, die gerne ins Theater gehen und sich eigens für diese Jurorentätigkeit beworben haben. Die Autorin oder der Autor des Gewinnerstücks erhält den mit 6.000 Euro dotierten JugendStückePreis.

 Im Wettbewerb sind:

Heimatkleid 02 250 Joerg Metzner u"Das Heimatkleid" © Jörg Metzner

Das Heimatkleid von Kirsten Fuchs

"Nazis raus! Nazis raus!", schallt es vor der Tür, als die Modebloggerin Claire die Designerin des Labels Das Heimatkleid interviewt. Das Label produziert nachhaltig und regional, schafft Arbeitsplätze in Deutschland, der Stil ist angesagt. Dass man so schnell zum Nazi abgestempelt werden kann, empört Claire. Aber dann lernt sie von ihren neuen Nachbarn, die Welt in einem anderen Licht zu sehen. Tim Egloff hat Kirsten Fuchs' Stück am Grips Theater Berlin inszeniert.

Mongos 02 250 Nilz Boehme u"Mongos" © Nilz Böhme

Mongos von Sergej Gößner

Mit Mongos zeigt Sergej Gößner zwei Jugendliche mitten in der Pubertät. Francis und Ikarus lernen sich in der Reha-Klinik kennen. Gemeinsam saufen und rauchen sie, reden über Sex und Frauen und erleben den ersten Liebeskummer. Als Francis dann aus der Klinik entlassen wird, läuft bei dem sonst so coolen Ikarus alles aus dem Ruder. Grit Lukas' Magdeburger Inszenierung konkurriert in Heidelberg ebenfalls um den JugendStückePreis.

zucken2 250 junges theater basel u"Zucken" © Junges Theater Basel

Zucken von Sasha Marianna Salzmann

Eine junge Frau, die im Chat die große Liebe findet, sich ihr anvertraut und bereit ist, in ein Kampfgebiet auszureisen. Ein junger Mann, der zu seinem Freund flieht, vor dem ihn seine Eltern gewarnt haben. Sasha Marianna Salzmanns Stück Zucken erzählt von jungen Menschen, politischen Zweifeln, sexuellen Überraschungen und der Unmöglichkeit, den großen, ehrlichen Fragen mit Gleichgültigkeit zu begegnen. Sebastian Nübling inszenierte das Stück am Jungen Theater Basel in Kooperation mit dem Maxim Gorki Theater.