der grosse marsch2 simonhallstroem© Simon HallströmDer große Marsch

Wolfram Lotz, 1981 in Hamburg geboren, wuchs im Schwarzwald auf und studierte Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaft in Konstanz. 2007 nahm er ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig auf. Er war Mitbegründer der Literaturzeitschrift "Minima" und ist Redakteur der "Edit". Wolfram Lotz schreibt Theaterstücke, Hörspiele, Lyrik und Prosa. Für "Der große Marsch" bekam er 2010 den Publikumspreis des Stückemarkts des Berliner Theatertreffens. 2012 erhielt er den Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft.

Zum Inhalt

Eine übermütige Theatershow: Prominente Gäste aus Politik und Wirtschaft marschieren in der Manege auf, etwa Bankdirektor Josef Ackermann. Das Theater soll und will politisch sein, gesellschaftsrelevant, kritisch. So postuliert es Autor Wolfram Lotz, der selbst auftritt, so postuliert es die Figur des Regisseurs, der Schauspielerin, so postuliert es Hamlet. Auch sozial Deklassierte sind hier höflich auf die Bühne gebeten und heroische Rebellen defilieren vorbei: Prometheus, Bakunin u.v.m.
Sie alle marschieren gegen die Grenzen unserer Wirklichkeit, für das Theater des Unmöglichen und schliesslich für Unsterblichkeit. Das Theater wird als utopischer Raum für die Kunst zurückerobert.
 

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