Homevideo1 250 FrankWoelfl"Homevideo" © Frank Wölfl

Homevideo

Jan Braren, geb. 1968, studierte Philosophie, Psychologie, öffentliches Recht und Geschichte in Hamburg und Kiel und gründete danach "5D", ein Label, unter dem Kunst- und Medienprojekte in Unternehmen und im öffentlichen Raum entstehen, gerne mit Filmbezug. Mit seinem Drehbuch zum Fernsehfilm "Homevideo" gewann Jan Braren den Grimmepreis 2012, den Preis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und den Deutschen Fernsehpreis. Er lebt als freier Autor und Texter in Hamburg.

Zum Inhalt

Der 15-jahrige Jakob ist sensibel und ein wenig schüchtern. Ein ganz normaler Jugendlicher, kein Außenseiter, kein geborenes Opfer. Er scheint sogar reelle Chancen bei seiner Mitschülerin Hannah zu haben. Zu Hause streiten sich die Eltern immer öfter. Die Mutter zieht aus, der Vater ist überfordert. Doch zerstört wird Jakobs bisheriges Leben erst, als seine Mutter arglos seine Videokamera verleiht und ein kompromittierendes Video in die falschen Hände gerät. Jakob wird zur Zielscheibe seiner Mitschüler und immer häufiger das Opfer von Cyber-Mobbing. Die Botschaft ist klar: "Zahl Schmerzensgeld – sonst geht das Ding ins Netz …"

Der Regisseur, Schauspieler und Autor Can Fischer hat das Drehbuch des 2011 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichneten, gleichnamigen Films für die Bühne bearbeitet. Konsequent wird die Geschichte aus der Sicht des Jungen erzählt, den Scham, Furcht und Verzweiflung bis zum Äußersten treiben. In der Inszenierung von Laura Huonker stehen Jugendliche gemeinsam mit den Schauspielern des Theaters Baden-Baden auf der Bühne und zeigen, was eine Verkettung marginaler Ereignisse und banaler Fehler im Zeitalter der elektronischen Medien und virtuellen Netzwerke anzurichten vermag.

 

Zum Essay über die Jugendstücke