Voiceck250 Schirin Moaiyeri"Voiceck" © Schirin Moaiyeri

Uraufführungen

Die Uraufführungs-Gastspiele beim Stückemarkt

2. Mai 2015. Mit der Berliner Gruppe Laookon beginnt die Reise des Heidelberger Stückemarkts ins Gastland Mexiko: Der Regisseur Moritz Riesewieck ist nämlich, als er in Mexiko Stadt den "Woyzeck" von Büchner erarbeiten sollte, auf einige landestypische Merkwürdigkeiten und beunruhigende Fakten gestoßen. Daraus entstand Voiceck, eine morbide mexikanische Alptraumvision. Vom Stückemarkt-Gastspiel berichtet André Mumot.

 Kongoland 250 ThomasRustemeyer u"Kongoland" © Thomas Rustemeyer

1. Mai 2015. Plötzlich ist da doch so etwas wie Irritation beim Heidelberger Stückemarkt: Für ihr Dokutheater Kongoland hat Nina Gühlstorff mit Entwicklungszusammenarbeitern gesprochen und deren Aussagen zu einem komplizierten Essay verarbeitet, der wiederum von Laurenz Leky zur schamlosen Impro-Show ausgebaut wird. André Mumot erlebte einen nötigen Stachel im Fleisch.

 ContainerParis 250 BirgitHupfeld u"Container Paris" © Birgit Hupfeld

 1. Mai 2015. Ein Cointainer ist verschwunden, der Angestellte Grothe soll ihn suchen – und wird unversehens zum Star. Ein Missverständnis? Eine Komödie! Und zwar eine von Komödienautor David Gieselmann: Container Paris, inszeniert von Christian Brey. Wie komisch die Sache am Ende war, weiß Simone Kaempf.

 

WankenundSchwanken 250 HL Boehme"Das permanente Wanken und Schwanken von eigentlich allem" © HL Boehme

30. April 2015. John von Düffel ist der Tausendsassa unter den Theaterautoren: Er schreibt Stücke, bearbeitet Romane und Filme für die Bühne, ist als Dramaturg und Dozent tätig. Und für das Hans Otto Theater Potsdam und seinen Intendanten Tobias Wellemeyer hat er auch erstmals eigene Prosatexte für die Bühne bearbeitet. Wie aus den "Wassererzählungen" Das permanente Wanken und Schwanken von allem wurde, weiß André Mumot.

callcenter 250 michael bennett"Callcenter übermorgen" © Michael Bennett

30. April 2015. Schon seit einigen Jahren finden beim Stückemarkt nicht mehr nur die klassischen Guckkasten-Uraufführungen ihren Platz, sondern auch installative Arbeiten. In diesem Jahr ist etwa das Performance-Kollektiv Interrobang mit von der Partie, und es lädt die Zuschauer dazu ein, Teilnehmer zu werden an einer interaktiven Telefonreise in ein anderes Leben. Wohin Callcenter übermorgen die Reisenden führt, davon berichtet Simone Kaempf.

 das tierreich 250 RolfArnold u"Waffenschweine" © Thilo Beu

27. April 2015. Gesine Schmidt hat mit Verbindungs-Studenten Interviews geführt, die Volker Lösch als Grundlage nahm für Waffenschweine, seinen Bonner Theaterabend über die Geschichte deutscher Burschenschaften - eine typische Arbeitsweise des Regisseurs mit dem Ruf als Brachialaufklärer. Und ja, starken Tobak, starke Bilder sah Wolfgang Behrens, die er so schnell nicht vergessen wird.

 das tierreich 250 RolfArnold u"Das Tierreich" © Rolf Arnold

26. April 2015. Im vergangenen Jahr war Nolte Decars Das Tierreich beim Autorenwettbewerb dabei, ein Stück, das schlicht davon handelt, was es bedeutet, jung zu sein. In diesem Jahr wurde die Uraufführung am Schauspiel Leipzig ins Rahmenprogramm eingeladen. Regisseur Gordon Kämmerer hat die 21 Rollen mit sechs Schauspieler*innen und ziemlich grellem Make-Up besetzt. André Mumot berichtet.

finsternis 250 c ReinhardWerner u Kopie"Die lächerliche Finsternis" © Reinhard Werner

26. April 2015. Nach "Der große Marsch" 2012 zeigt der Heidelberger Stückemarkt jetzt wieder ein Stück von Wolfram Lotz, sein Hörspiel Die lächerliche Finsternis, in dem der Autor zwei Bundeswehrsoldaten den Hindukusch (der hier ein Fluss ist) herunterschippern lässt. Dass die Uraufführung am Wiener Burgtheater von Dušan David Pařízek auch zum Berliner Theatertreffen eingeladen ist, erhöht die Spannung: Wie ist die Sache gelungen? Wolfgang Behrens weiß mehr.